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Sonntag, 3. Juli 2016
Psychatrie
Nach langer Zeit komme ich nun dazu wieder etwas zu schreiben. Seit April habe ich mich auf direktem Weg über die Notaufnahme in die Psychiatrie einweisen lassen. Dieser Schritt war nicht einfach und ich hatte diese Horrorbilder im Kopf, wie schlimm es dort sein muss. Und genau das Gegenteil ist passiert. Ich habe liebe Menschen kennengelernt, die ich nicht missen möchte. 11 Wochen sind nun vergangen. Die Panik ist noch da. Mehrere Versuche mich auf Tabletten einzustellen, sind bis jetzt gescheitert. Manchmal habe ich das Gefühl aufgeben zu müssen. Bis jetzt war es mit die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich dachte wirklich zwischendurch, dass dies nun das Ende ist. Es hat sich auch noch herausgestellt, dass ich ein Prolaktinom im Kopf habe. Dies ist ein gutartiger Hirntumor, der auf die Hormone einwirkt. Dies hat mich wieder sehr aus der Bahn geworfen. Ich möchte jedem Mut machen, wenn es nicht mehr geht, diesen Schritt zu wagen. Dort gibt es Pflegekräfte die Kraft, Mut und Hoffnung geben. An den Wochenenden bin ich zu Hause. Es nennt sich dort Belastungstraining und mir bringt es sehr viel, nicht ganz abgeschottet von meinen Lieben zu sein.